Das Handy ist mehr und mehr zum ständigen Begleiter im Alltag geworden.Im geschäftlichen und im
privaten Bereich werden Mobilfunktelefone in den nächsten Jahren zu wahren Multifunktionsgeräten. Auch bei Kriminellen steht das Handy hoch im Kurs.
Im Zeitraum von 1998 bis 2000 wurden laut einer Auswertung des LKA Sachsen im Freistaat ca. 12.300 Mobilfunktelefone gestohlen.
Dass der Diebstahl von Handys bei Langfingern zunehmend beliebter
wird, macht die Entwicklung der letzten Jahre deutlich. Waren es 1998 ca. 3.650 gestohlene Geräte, so stieg deren Zahl bereits zwei Jahre später auf ca. 4.600 an. Der verursachte Schaden liegt bei rund 16 Mio
. DM.
In rund 60 Prozent der Fälle wurden die Handys aus Kfz gestohlen. Des Weiteren aus Gaststätten, Firmen/Büros, Verkaufsräumen, Wohnungen und auf Baustellen.
Bevorzugte Handy-Marken sind Nokia, Siemens und Motorola.
Bei ausreichender Vorsicht der Besitzer hätten in einer Vielzahl der Fälle die Diebstähle jedoch verhindert werden können.
Leichtsinn bei der Aufbewahrung war in den meisten Fällen die Ursache für den Diebstahl. Speziell in Kraftfahrzeugen lagen die Handys oft sichtbar im Innenraum und waren somit leichte Beute für die Täter.
Die Polizei rät deshalb:
- Lassen Sie Handy und Karte weder offen noch verdeckt im Fahrzeug liegen.
- Nehmen Sie Ihr Handy auch dann mit, wenn Sie das Fahrzeug nur für kurze Zeit verlassen.
- Schalten Sie Ihr Mobilfunktelefon, wenn es dennoch unbeaufsichtigt ist, aus.
- Auch der Kofferraum ist kein Tresor, dieses Versteck kennen Diebe.
- Grundsätzlich sollten alle Türen und Fenster beim Verlassen des Fahrzeuges verschlossen werden.
- Die Geheimzahlen PIN oder PUK weder auf dem Handy noch auf der Karte notieren.
- Die 15-stellige Geräte-Seriennummer (IMEI) - aufgetragen unter dem Akku oder abzufragen durch Tastenkombination *#06#
- notieren und sicher verwahren. Die IMEI ist wichtig bei Diebstahl oder Verlust des Handys für die Sperrung, Fahndung und Zuordnung beim Auffinden des Handys.